Thomas Kramer

IT · QM · Gedanken

Warum LLMs nicht gleich KI sind

Large Language Models und künstliche Intelligenz sind dasselbe. Oder? Falsch. Gerade in industriellen Anwendungen greift diese Gleichsetzung zu kurz. Nikita Golovko, Principal Architect Industrial AI bei Siemens, erklärt im Videocast software-architektur.tv warum die Unterscheidung entscheidend ist.

Das Missverständnis

ChatGPT, Claude, Gemini. Für viele sind diese Systeme „die KI". Aber Large Language Models sind nur eine Teilmenge der künstlichen Intelligenz. Sie können Texte generieren, Fragen beantworten und Code schreiben. Sie sind gut in kreativen oder explorativen Aufgaben.

Ollama auf Apple-Chips: MLX beschleunigt lokale KI

Ollama läuft auf Macs mit Apple-Chips jetzt auf Basis von MLX, dem Machine-Learning-Framework von Apple. Das ist noch als Vorschau deklariert, zielt aber auf mehr Tempo für KI-Workflows unter macOS ab. Besonders bei lokalen Assistenten und Coding-Agents wie Claude Code oder OpenClaw.

Was MLX ändert

Der große Hebel: die bessere Nutzung der einheitlichen Speicherarchitektur der M-Chips. MLX ist Apples eigenes ML-Framework, das auf die Besonderheiten der Apple-Silicon-Architektur zugeschnitten ist. Keine Emulationsschicht, kein CUDA-Übersetzung, sondern direkte Nutzung der GPU und Neural Engine.

5 Aufgaben die KI-Agenten heute eigenständig erledigen

KI-Agenten sind 2026 keine bloßen Werkzeuge mehr. Sie greifen in Prozesse ein, treffen Vorentscheidungen und übernehmen eigenständig Aufgaben, für die früher teilweise ganze Teams zuständig waren.

Die Diskussion um Künstliche Intelligenz hat eine neue Phase erreicht. Nach der ersten Welle experimenteller Anwendungen wie Textgenerierung oder einfache Analyseprozesse geht es nun um deutlich mehr: autonome Systeme, die Entscheidungen eigenständig vorbereiten und ausführen.

Der Mittelstand zieht auf

Der Deutsche Mittelstands-Index 2026 zeigt: Mehr als jedes zweite mittelständische Unternehmen nutzt oder testet KI-Lösungen. Das ist ein Plus von 54 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

15 Milliarden Euro Finanzlücke: Die Expertenkommission will die Krankenkassen reformieren

Die gesetzlichen Krankenkassen haben im vergangenen Jahr 356 Milliarden Euro eingenommen. Klingt nach viel Geld. Reicht aber nicht. Die Ausgaben stiegen um 7,8 Prozent, die Einnahmen nur um 5,3 Prozent. Die Finanzierungslücke für die Jahre ab 2027 wird auf zweistellige Milliardenhöhe geschätzt.

Die Expertenkommission für die Reform der gesetzlichen Krankenkassen hat jetzt ihren ersten Bericht vorgelegt. 66 Vorschläge aus über 1.700 eingegangenen Vorschlägen gebündelt. Ziel: Das Milliardenloch schließen, bevor die Beiträge durch die Decke gehen.

AnoMed: Gesundheitsdaten nutzen ohne Patienten zu gefährden

Die klassischen Anonymisierungsverfahren haben nicht funktioniert. Das sagt Prof. Esfandiar Mohammadi, Leiter des Projekts AnoMed, ohne Umschweife. Es geht um eine der schwierigsten Fragen der digitalen Gesundheitsversorgung: Wie nutzt man medizinische Daten für Forschung und KI, ohne die Privatsphäre von Patienten zu gefährden?

Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) fördert die zweite Phase des Projekts mit rund 46 Millionen Euro insgesamt. AnoMed 2 soll dort weitermachen, wo AnoMed 1 aufgehört hat, und die Verfahren tatsächlich in die Praxis bringen.

ARD-Doku: Handy-Standortdaten gefährden Soldaten und Rüstungsfirmen

Eine ARD-Dokumentation mit dem Namen „Gefährliche Apps, Im Netz der Datenhändler" bringt eine erschreckende Realität auf den Bildschirm: Metergenaue Standortdaten von Millionen Smartphones werden im Netz verkauft. Nicht nur an Werbeunternehmen. Potenziell auch an Geheimdienste.

Die Dokumentation basiert auf den Databroker Files, einer langjährigen Recherche von netzpolitik.org und Bayerischem Rundfunk. Sie zeigt vier Geschichten, die verdeutlichen, wie der Handel mit personenbezogenen Daten lebensgefährlich werden kann.

Soldaten an der Front

Ex-Soldat Dmytro kämpfte für die Ukraine an der Front. Für ihn und seine Kameraden waren Smartphones eine moralische Stütze. Aber auch eine Gefahr. In den Standortdaten eines Databrokers finden sich Handy-Ortungen aus umkämpften Gebieten. Die Daten verraten, dass Geräte per Starlink im Netz waren. Genau das Satelliteninternet, das ukrainische Truppen nutzen.

Cyberangriff auf die EU-Kommission: 350 Gigabyte aus der Cloud gestohlen

Cyberkriminelle haben die Europäische Kommission attackiert. Dabei könnten sie eine große Menge an Daten erbeutet haben. Der Angriff ereignete sich am Dienstag, den 24. März, und traf mindestens einen der Amazon-Web-Services-Accounts der Kommission.

Laut BleepingComputer, das Informationen von einem der beteiligten Bedrohungsakteure erhalten haben will, wurden 350 Gigabyte an Daten erbeutet, inklusive mehrerer Datenbanken. Der Angreifer legte Screenshots vor, die Zugriff auf Informationen der Kommission sowie auf einen ihrer E-Mail-Server zeigen sollen.

FBI-Chef Patel: Iran-Hacker knacken privates E-Mail-Konto

Der Direktor des FBI, Kash Patel, ist nach Medienberichten Opfer eines Cyberangriffs geworden. Eine Gruppe mit Verbindungen zum Iran hat Fotos und Dokumente aus Patels privatem E-Mail-Konto auf einer Webseite namens „Handala" veröffentlicht. Laut New York Times wurde die Seite von einem russischen Server aus betrieben.

Was passiert ist

Die veröffentlichten E-Mails stammen aus dem Zeitraum von etwa 2011 bis 2022. Es geht um persönlichen und geschäftlichen Mailverkehr. Also Mails, die Patel geschrieben hat, bevor er FBI-Direktor wurde.

Europa adoptiert Open Source schneller als die USA — aus Angst vor Vendor Lock-In

Der Perforce 2026 State of Open Source Report, erstellt in Zusammenarbeit mit der Open Source Initiative (OSI) und der Eclipse Foundation, basiert auf Umfrageergebnissen von Open-Source-Nutzern aus Organisationen aller Größen und über einem Dutzend Branchen weltweit. Das Ergebnis: Europa überholt die USA bei der Open-Source-Adoption.

63 Prozent in Europa, 51 Prozent in den USA

Die Kernzahl: 55 Prozent aller Befragten nennen Vendor-Lock-In-Vermeidung als Hauptgrund für die Wahl von Open Source. Das ist ein Anstieg von 68 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Wenn die KI plötzlich schweigt: Anthropic kappt Claude-Limits zur Stoßzeit

Wer Claude intensiv nutzt, kennt das: Man chattet fleißig, die KI antwortet schnell, dann plötzlich Stille. Limit erreicht. Bitte in ein paar Stunden warten.

Seit dem 26. März 2026 ist das schneller passiert als bisher. Anthropic hat angekündigt, die 5-Stunden-Session-Limits während Stoßzeiten herabzusetzen. Betroffen sind Free-, Pro- und Max-Abonnenten. Die wöchentlichen Limits bleiben offiziell gleich, aber wie sie über die Woche verteilt werden, hat sich verändert.

Was genau passiert ist

Thariq Shihipar, Mitglied des Anthropic-Teams, schrieb auf X: „To manage growing demand for Claude we’re adjusting our 5 hour session limits for free/Pro/Max subs during peak hours. Your weekly limits remain unchanged."