Wenn der Notruf auf Rechnung kommt: Cottbus und der Rettungsdienst-Finanzstreit
Die Stadt Cottbus hat angekündigt, ab dem 30. März 2026 erstmals Gebührenbescheide für Rettungsdiensteinsätze direkt an Patienten zu verschicken. Rund 1.000 Betroffene aus dem Januar 2025 erhalten die Schreiben. Ab jetzt können sie die Kosten bei ihrer Krankenkasse zurückfordern. Hintergrund ist ein Finanzierungsstreit, der seit Monaten zwischen Kommunen und gesetzlichen Krankenkassen tobt und der in ganz Deutschland Wellen schlägt.
Was in Cottbus passiert
In Cottbus/Chóśebuz gibt es jährlich 16.000 bis 17.000 Rettungsdiensteinsätze. Die Kosten dafür liegen bei 13 Millionen Euro im Jahr. Die Krankenkassen haben davon bisher etwa 80 Prozent anerkannt. Das bedeutet eine Finanzierungslücke von rund 2,5 Millionen Euro, die im Stadthaushalt fehlt.