Thomas Kramer

IT · QM · Gedanken

15 Mbit/s sind dein Recht: Bundesnetzagentur prüft jetzt deine Internetversorgung

15 Megabit sind jetzt gesetzliches Minimum

Wer in Deutschland auf dem Land wohnt und seit Jahren sein 2-Mbit/s-DSL mit Geduld betreibt, bekommt eine neue Waffe: Die Bundesnetzagentur hat am 13. März 2026 ein Online-Tool freigeschaltet, mit dem man an seiner eigenen Adresse prüfen kann, ob die gesetzliche Mindestversorgung für Internet vorhanden ist.

KI im Recruiting: Zwischen Traum und Albtraum

Künstliche Intelligenz verspricht, den Bewerbungsprozess zu revolutionieren. Statt hunderte Lebensläufe manuell zu lesen, spuckt ein Algorithmus die zehn besten Kandidaten aus. Klingt nach Traum, kann aber schnell zum Albtraum werden, wenn man nicht aufpasst.

Die vier Phasen der KI im Recruiting

Wirtschaftsprofessorin Claudia Bünte unterscheidet vier Phasen der “Kandidatenreise”, in denen KI helfen kann:

Wenn Schüler die IT sichern wollen, und die Erwachsenen nicht zuhören

2,5 Terabyte intime Daten, öffentlich

Zeugnisse, Anwesenheitslisten, Beurteilungen, Gesundheitsdaten, Videos vom Schulausflug. Der Datensatz, den LockBit Ende Januar 2026 im Darknet veröffentlichte, umfasst 2,2 Millionen Dateien von über 40 Schulen in Rheinland-Pfalz. Das LKA bestätigt 1,7 Terabyte Material von Verwaltungsservern. Die Anwaltskanzlei Maisch spricht nach forensischer Sichtung von über 2,5 Terabyte personenbezogener Daten, darunter Gesundheitsdaten nach Art. 9 DSGVO, die höchste Schutzkategorie.

Geschützte Excel-Formulare mit Python bauen — openpyxl in der Praxis

Das Problem: Daten aus dem Feld zurückbekommen

Wer in einer Organisation arbeitet, kennt das: Daten werden zentral gesammelt, aber die Rückmeldung muss von den Leuten vor Ort kommen. In unserem Fall: Rettungswachen müssen monatlich Einsätze prüfen, die in der Abrechnung fehlen. Die Wachenleiter sollen pro Einsatz einen Kommentar eintragen, aber nichts anderes verändern.

Die Lösung: Automatisch generierte Excel-Dateien, die wie Formulare funktionieren. Alle Daten sind gesperrt, nur die Kommentarspalte ist editierbar. Pro Wache eine eigene Datei, alles als ZIP zum Download.

Abschalten durch Einschalten — mein Paradox mit der digitalen Auszeit

Zettel an Laternen

In Berlin klebt gerade jemand Zettel an Laternenmasten. „Lieben statt liken", „Tanzen statt Twitter" steht darauf. Die Radikale Anti Smartphone Front (ja, die heißen wirklich so) verteilt handgeschriebene Flyer gegen die digitale Dauerpräsenz. Zwei Studenten, Malerkrepp, Spaziergänge durch die Innenstadt. Kein Instagram-Account, keine App, kein QR-Code. Papier.

Mein erster Gedanke: Sympathisch. Mein zweiter: Das ist ungefähr das Gegenteil von dem, was ich mache.

Vom Datenschutz zu Meta, wenn die Aufsicht die Seiten wechselt

Der Wechsel

Helen Dixon hat zehn Jahre lang die irische Datenschutzbehörde geleitet. Zehn Jahre, in denen sie über die Einhaltung der DSGVO durch Meta, Google, Apple und Microsoft hätte wachen sollen. Irland ist der Europasitz dieser Konzerne. Die irische Behörde ist damit eine der mächtigsten Datenschutzinstanzen der Welt.

Jetzt arbeitet Dixon für Mason Hayes & Curran, die Anwaltskanzlei, die Meta in Verfahren gegen genau diese Behörde vertreten hat.

Man muss das sacken lassen.

Hackback-Gesetz: Darf der Staat jetzt zurückschlagen?

Wenn der Staat zurückhackt

Immer wieder trifft es Organisationen, die sich kaum wehren können: Der Arbeiter-Samariter-Bund im Saarland verliert Daten von Beschäftigten und Kunden. Ein Ex-BND-Vize fällt auf Phishing rein. Eine Einrichtung für Menschen mit Behinderungen in Essen wird erpresst. Diese Vorfälle passieren nicht in fernen Ländern, sondern hier, in den vergangenen Wochen.

Sachsen: Wenn Behörden-Software live getestet wird

Was passiert ist

Sachsens Landesbehörden hatten monatelang ein Problem: Zahlungseingänge und -ausgänge konnten nicht mehr korrekt zugeordnet werden. Die Zentrale Bußgeldstelle musste alle Mahnverfahren stoppen. Hochschulen konnten Semesterbeiträge nicht verbuchen. Und bei Auslandsüberweisungen wurde die Währung falsch erfasst. Nicht Euro statt Dollar, nicht ein Rundungsfehler, sondern: die Währung komplett falsch im System.

Steam-Spiele mit Malware: Was Gamer jetzt wissen müssen

Wenn das Spiel zum Trojaner wird

Wer würde schon einem Spiel auf Steam misstrauen? Die Plattform gilt als sicher, Valve prüft Uploads, Millionen Nutzer vertrauen darauf. Genau dieses Vertrauen haben Angreifer über 20 Monate lang ausgenutzt: Von Mai 2024 bis Januar 2026 haben sie mindestens sieben Spiele mit Malware verseucht und auf Steam veröffentlicht.